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Irland 2012, Hausbooturlaub auf dem Shannon


Im November 2011 kam in unserer Runde der Gedanke auf eine Hausboottour zu unternehmen. Da ich schon dreimal in Irland war, davon zweimal mit dem Hausboot, hat sich dieses Ziel angeboten. Es ging dann auch alles sehr schnell. Ende November war der Linienflug nach Dublin gebucht und die Auftragsbestätigung von Waveline lag vor.


Am 12. Juni kamen wir gegen 22:30 Uhr am Airport Dublin an. Unser Taxifahrer für den Transfer zu Quigleys Marina, dem Stützpunkt von Waveline, war allerdings noch nicht zu sehen. Nach einer für uns unruhigen Stunde kam er dann endlich. Zwei Stunden später waren wir erschöpft an Bord unserer Wavequeen Orchid. Ein Dämmerschoppen mit Whiskey und Guinness sorgte dann für einen guten Schlaf.


Am nächsten Morgen erfolgte nach einem kräftigen Frühstück die Einweisung auf dem Boot durch Michael und die formelle Übergabe durch Patricia vom  Waveline-Büro.
Um 12:30 Uhr legten wir dann in Quigleys Marina zu einem ersten Törn ab um uns an das Boot zu gewöhnen. An Hare Island vorbei fuhren wir dann nordwärts über den Lough Ree. Dabei machten Günter und ich die ersten gemeinsamen Navigationsversuche entlang der Bojen am Westufer des Lough Ree. Über die Blackbrink Bay erreichten wir den Kanal der uns zu unserem ersten Ziel dem Hafen von Lecarrow führte. Wir hatten hier einen Landgang geplant um Vorräte einzukaufen. In Coffeys Foodstore wurden wir auch gleich fündig. Wir nutzten dann auch sofort die Gelegenheit um im angegliederten Pub das erste gezapfte Guinness zu genießen. Nach der Rückkehr in den Hafen sahen wir unsere Orchid nicht mehr. Was war geschehen? Wegen der Enge im Hafen hatten andere Bootsfahrer unser Boot weiter nach hinten verlegt, Ein etwas schwieriges Ablegemanöver gelang jedoch auf Anhieb. Der Rückfahrt über den Lough Ree zu unserer Marina stand nichts mehr im Weg. Wunderschöner Sonnenschein begleitete uns auf dem ersten Teil der Strecke um dann doch noch in den bekannten irischen Regen zu wechseln. Um 19:00 Uhr legten wir wieder in Quigleys Marina an. 40 Kilometer waren wir an diesem ersten Tag bereits gefahren.
Zum Abendessen gingen wir in das Restaurant der Killinure Chalets. Die Sirloin-Steaks waren für uns ein gelungener Abschluß des ersten Tages. Als dann Deutschland noch Holland mit 2:1 im Europameisterschaftsspiel besiegt hatte, gingen wir zurück auf unser Boot und genehmigten uns einen Absacker.


Der nächste Morgen begann recht stürmisch. Der Wind hat bei unserem Ablegemanöver kräftig dagegen gehalten. Doch durch mithilfe eines anderen Bootsfahrers konnten wir dann Quigleys Marina ohne Schäden um 10:15 Uhr verlassen. An diesem zweiten Tag hatten wir uns vorgenommen den Shannon in südlicher Richtung zu erkunden. Unser erstes Ziel war die Schleuse in Athlone, die wir um 11:00 Uhr erreichten. Da wir sofort geschleust wurden waren wir um 11:15 Uhr bereits wieder unterwegs in Richtung  der alten Klosteranlage Clonmacnoise. Um 13:00 Uhr kamen wir am Anleger von Clonmacnoise bei windigen und regnerischem Wetter an. Ein Besuch der Klosterruine im Herzen Irlands ist natürlich Pflicht. Obwohl ich schon mehrmals hier war, beeindruckt es mich doch immer wieder auf diesem geschichtsträchtigen Boden zu stehen. Mit Resi und Günter besichtigte ich die alte Friedhofsanlage bei strömenden Regen, während Isolde im Besucherzentrum auf uns wartete. Bei der anschließenden Kaffepause an Bord wärmten wir uns wieder auf. Günter bereitete zwischenzeitlich die Soße für das Abendessen vor. Um 16:10 Uhr legten wir ab und fuhren dann südlich zu unserem Tagesziel Shannonbridge. Wegen der starken ablandigen Winde hatten wir ein großes Problem mit unserer Orchid an den Anleger zu kommen. Die inneren Liegeplätze waren leider bereits alle belegt. Zum Glück halfen uns zwei irische Bootsfahrer die Leinen am Anleger fest zu machen, wir hätten sonst keine Chance gehabt. Ein Whiskey mit den beiden ließ die Anstrengung schnell wieder vergessen.
Nach dem Abendessen begaben wir uns in Killeens Village Tavern. Hier konnten wir neben irischer Gastfreundschaft, Guinness und klassische irische Livemusik den Abend geniessen.Am nächsten Morgen (Freitag) begann der Tag mit dem Einkauf von Lebensmitten. Mitten in Shannonbridge begrüßten uns einige Gäste des gestrigen Abends. Wir waren von der Freundlichkeit der Iren begeistert.

 

Unsere Weiterfahrt führte uns an Shannon Harbour und Banagher vorbei zur Schleuse Meelick Lock. Hier mussten wir bis 14:00 Uhr eine “Schleusenwärtermittagspause” abwarten. Nach der Schleusung fuhren wir weiter und erreichten in letzter Minute die Drehbrücke von Portumna bevor sie wieder geschlossen wurde. Um 16:20 Uhr legten wir dann in unserem Tagesziel, dem Castle Habour von Portumna, dem Zugang zum Lough Derg, an.
Günter hatte für den Abend fulminante gegrillte Hähnchen zubereitet. So gestärkt machten wir einen Stadtrundgang durch Portumna, besichtigten den Schloßpark und die alten Klosteranlagen. Wie immer führte uns zum Abschluß der Weg in einen Pub. Nach dem Fußballspiel Schweden - England erlebten wir wieder die typische irische Livemusik.


Fortsetzung folgt.